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Manchmal wünsche ich mir einen richtig echten Zauberstab, mit dem ich z.B. Menschen in Schweine verwandeln kann, also in echte, mit rosa Ringelschwanz und so. Aber noch viel lieber und immer öfter würde ich Eltern, egal ob Mutter oder Vater, in ihr eigenes Kind verwandeln. Wenn ich das könnte, wäre ich bestimmt reich und viele Erziehungsratgeber würden aus den Regalen verschwinden können.

Als ich das heute in einem Elternkurs erzählte, haben mir Mütter gleich erzählt, dass sie öfter mal solch einen Rollentausch machen und sie dann in die Rolle des Kindes schlüpfen und das Kind in die Rolle der Mutter, damit das Kind doch endlich mal merkt, wie sehr es die Mutter nervt! NEIN, das ist definitiv nicht das, warum ich mir den Zauberstab wünsche! Ich wünsche mir den Zauberstab, damit sich die Mütter oder Väter in die Rolle des Kindes hinein versetzten können; damit sie das Kind vielleicht etwas besser verstehen und manche ihrer eigenen Reaktionen einfach mal überdenken können, also die Eltern natürlich. Den Kindern und auch den Eltern würde es nach der Rückverwandlung sicherlich besser gehen. Die Kinder würden sich besser verstanden fühlen und die Eltern wären etwas entspannter, gelassener und sicherer.

Kinder würden z.B. nicht mehr in aller Öffentlichkeit, vor Freunden, vor Verwandten, vor Anderen „gemaßregelt“ werden – die Eltern würden die Kinder einfach aus der Situation herausnehmen und ihnen unter 4 Augen sagen, was gerade schief gelaufen ist und – welch Wunder – die Kinder würden ihren Eltern dann sogar zuhören ( zumindest meistens, wenn der Ton stimmt ).

Kinder würden nicht mehr geschlagen werden. Die Eltern würden fühlen, wie schmerzhaft und demütigend das ist und nach anderen Wegen suchen, Grenzen zu setzen.

Die Eltern würden ihre Kinder nicht vorverurteilen, sie würden ihnen besser zuhören und ihnen eigene Gefühle zugestehen.

Die Vorwürfe würden definitiv weniger werden, denn Vorwürfe drängen jeden in eine Verteidigungsposition, aus der es schwer ist, wirklich miteinander über die Sache zu reden.

Sie würden ihren Kinder mehr zutrauen, sie mehr selber machen lassen, ihre Ängste nicht auf sie übertragen, sie aber auch nicht überfordern.

Die Liste ist sicherlich noch endlos fortsetzbar – ich werde sie sicherlich in nächster Zeit immer mal wieder ergänzen.

Darüber zu lesen und das alles zu wissen, scheint leider nicht allen Eltern zu reichen, um etwas mehr auf ihre Kinder einzugehen. Darum müssen sie es wohl einfach mal wieder selber erleben und nachfühlen, wie es ist, Kind zu sein. Und genau dafür würde ich gerne zaubern können.

Wenn jemand von euch eine Idee hat, wo ich solch einen Zauberstab herbekomme………